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Sommerhitze – so gießen Sie richtig!

Nicht nur wir Menschen lechzen im Sommer nach kühlem Nass, auch Pflanzen brauchen viel Wasser, das enercity gerne und zuverlässig zur Verfügung stellt. Wie man bei Sommerhitze richtig gießt, weiß Ronald Clark, schließlich ist er Herr über Tausende Kübelpflanzen und Stauden, Bäume und Blumen in den Herrenhäuser Gärten.

Der Direktor der Herrenhäuser Gärten: Ronald Clark. Foto: Helge Krückeberg
 
„Am besten machen Sie keinen Urlaub“, sagt Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten, und lacht. „Vielleicht haben Sie aber auch Nachbarn oder Freunde, die sich um Ihre Pflanzen kümmern?! Dann können Sie wohl fahren.“ Denn natürlich brauchen Pflanzen auf dem Balkon und im Garten im Sommer regelmäßig Wasser, um ihre ganze Pracht zu entfalten. In den Herrenhäuser Gärten sind es an heißen Tagen zwei Millionen Liter, die zum Gießen und für die Wasserkunst benötigt werden. Dann sind 15 Gärtner den ganzen Tag im Bewässerungs-Dauereinsatz, allein vier von ihnen sind nur für die vielen Kübelpflanzen zuständig.

Zu Hause werden Sie natürlich mit viel weniger auskommen. Aber auch der eigene Garten benötigt im Sommer viel Wasser, denn ein Regenschauer reicht oft nicht aus, die tieferen Schichten und Wurzeln zu erreichen. Daher lohnt es sich für Gartenbesitzer in der Regel, eine Wasseruhr installieren zu lassen. Da Gartenwasser nämlich nicht in die Kanalisation eingeleitet wird, muss dafür keine Schmutzwassergebühr bezahlt werden. Informationen darüber erteilt die Stadt auf: www.hannover.de

„Es ist wichtig, so kräftig und ausgiebig zu gießen, dass das Wasser auch bei tieferen Wurzeln ankommt“, weiß der Gartenexperte. „Wer jeden Tag immer nur ein bisschen gießt, erreicht die tiefen Schichten nie.“ Besonders an heißen Tagen ist der Boden so trocken, dass das Wasser bereits auf der Erdoberfläche verdunstet. „Und gießen Sie nicht in der Mittagshitze, sondern am frühen Morgen oder am besten in den Abendstunden“, rät der Experte. Aber zu viel des Guten ist auch falsch, denn nasse Füße sind noch schlimmer als trockene: „Sind die Wurzeln einmal ersoffen und verfault“, so Clark, „können sie nicht mehr regenerieren.“

„Eine Mulchschicht oder Stauden am Boden halten das Beet schön feucht“, rät Clark. „Man sollte möglichst wenig Erde sehen im Sommer.“ Und dann unbedingt von unten gießen! „Nicht von oben beregnen, sondern direkt an die Füße“, erklärt der studierte Landschaftsarchitekt. „So verhindert man Pilzbefall, der durch den Wasserfilm auf den Blättern entsteht.“ Außerdem verbrennt das Wasser auf den Blättern in der Sonne und schädigt so die Fasern.

Ein weiteres Stichwort ist: standortgerechte Bepflanzung! Eine Sumpfpflanze gedeiht nicht im trockenen Beet, ein Schatten liebendes Tränendes Herz nicht in der Sonne und eine hitzeresistente Pflanze wie die Geranie will nicht im Schatten blühen. Clark: „Mit der richtigen Auswahl kann man schon viel ausrichten!“

Bei Topf- und Kübelpflanzen ist es außerdem wichtig, auf einen 1-2 cm hohen Gießrand zu achten: „Die Erde sollte nicht bis zum Topfrand reichen“, sagt Direktor Clark. „Und: Lieber Tongefäße verwenden als die schwarzen Plastiktöpfe und diese ab und zu mal ein paar Minuten unter Wasser stellen.“ Der Ton nimmt die Feuchtigkeit dann auf und gibt sie langsam ab.

Und dann noch: Düngen! Kübelpflanzen sollten bis in den Hochsommer jede Woche gedüngt werden. „Das ist besser als alle vier Wochen eine Riesendosis!“

Zu guter Letzt verrät Ronald Clark noch: „Betrachten Sie Gießen nicht als lästige Pflicht, sondern als kontemplative Entspannung an einem wunderbaren Sommerabend!“


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