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Bester Genuss von nebenan

Nirgendwo ist man den Produkten aus der Region so nahe wie hier: auf Wochen- und Bauernmärkten, wo Bioprodukte nicht an Etiketten, sondern an der spürbaren Frische erkenntlich sind. Einmal in der Woche verwandeln sich Plätze und Straßen unter freiem Himmel zu Einkaufspassagen.

Leckeres aus der Region.

Von Lebensmitteln in verlässlicher Qualität bis zu überraschenden Genusskreationen – der Einkaufsbummel lohnt sich für jeden. Welche Marktstände einen ganz besonderen Geschmack versprechen, stellen wir hier vor.

Ausgezeichnete Fleischprodukte

Was der Landwirt Hendrik Stolze als 17-Jähriger mit einem kleinen Marktstand mit Dosenwurst, Kartoffeln und Gemüse vom familiengeführten Bauernhof begann, hat er 30 Jahre später zu einem Agrarbetrieb mit bis zu 30 Mitarbeitern geführt.

Das Geschäft auf den Wochenmärkten mit Fleisch, Wurst und Gemüse hat Bauer Stolze seitdem deutlich ausgeweitet: 150 Schweine, bis zu 140 Rinder, je 500 Enten und Gänse sowie über 2.500 Hähnchen hält der Landwirt mittlerweile auf seinem Bauernhof in Schwüblingsen.

Von der Tierhaltung über die Fleischverarbeitung bis zum Direktvertrieb auf den Märkten und seinem Hof ist der Biobauer an jedem Schritt beteiligt: „Im Verkauf stelle ich mich den Kunden“, sagt Hendrik Stolze. „Und die geben mir viel positive Rückmeldung – das bestätigt meine Arbeitsmethoden: Unsere Tiere haben viel Freilauf, wir vermeiden den Einsatz von Phosphat und Bindemitteln, stellen unsere Gewürzmischungen selbst her und räuchern über offenem Feuer.“ Wie viel Wert er auf die Qualität seiner Produkte legt, zeigt auch die Auszeichnung seines Biobetriebs mit dem Niedersächsischen Nachhaltigkeitspreis Landwirtschaft. Doch auf seinem Erfolg will sich Hendrik Stolze auch in seinem Jubiläumsjahr nicht ausruhen, denn: „Man muss seinen Anspruch immer wieder neu definieren.“

bauerstolze.de

Märkte:

Do: Lister Meile, 14:00 bis 18:00 Uhr / Marktkirche, 14:00 bis 18:00 Uhr
Fr: Stephansplatz, 8:00 bis 13:00 Uhr
Sa: Lindener Markt, 8:00 bis 13:00 Uhr

Frische Milcherzeugnisse

„Billige Lebensmittel können wir uns nicht leisten“, lautet das Motto am Marktstand von Bauer Banse. Denn die Qualität seiner vielfältigen Milchprodukte wie Joghurt, Quark, Sahne, Frischkäse und Butter hat seinen Preis.

Die Frischmilch, die gerade für Allergiker verträglicher sein soll, verkauft er für 1,60 € je Liter an seine Kunden. „Wir melken weniger Milch von unseren Kühen, so haben wir am Ende mehr Geschmack“, erklärt Joachim Banse. Dennoch verarbeitet seine Hofmolkerei täglich 1.200 Liter Milch von 65 Kühen, um seine Produkte in der Region zu verkaufen.

Als er selbst eines Tages keine regionalen Milchprodukte in der gewünschten Qualität mehr kaufen konnte, entschied sich der ausgebildete Milchtechnologe vor neun Jahren zur Produktion in der eigenen Molkerei – und später zum Verkauf auf den Märkten. „Ich hätte nicht gedacht, dass mir der Kontakt mit den Kunden so gut tut“, erzählt Joachim Banse. Dank seiner durchsichtigen Verpackungen kommt er schnell ins Gespräch über seine Vorstellungen von gesunder Milch: „So kann jeder gleich sehen, was drin ist“, meint Joachim Banse.

bauerbanse.de

Märkte:

Di: Lindener Marktplatz, 8:00 bis 13:00 Uhr / Fiedelerplatz, 14:00 bis 18:00 Uhr
Do: Lister Meile, 14:00 bis 18:00 Uhr
Fr: Stephansplatz, 8:00 bis 13:00 Uhr / Hauptbahnhof, 14:00 bis 18:00 Uhr
Sa: Moltkeplatz, 8:00 bis 13:00 Uhr

Jewish and Japanese Fusion

Von der ungewöhnlichen Speisekarte mit Gerichten wie Shabbes Tschulent, Gam-Gam-Bagel und Tofu-Pastrami darf man sich bei diesem Marktstand keinesfalls irritieren lassen. Denn dahinter verbergen sich köstliche jüdische und japanische Gerichte der Kosher Food Lovers. Auf drei Märkten in Hannover bieten sie diese an – und das schon seit über drei Jahren.

Die koscheren Spezialitäten schmecken so gut, dass die Gäste dafür auch gern in der Schlange stehen. Kein Wunder – schließlich sind die Inhaber Michael Krebs und Kuniko Krebs-Ashida auch keine Anfänger im gastronomischen Bereich. Die Stammkunden der Kosher Food Lovers sind von der herzlichen Bedienung des Paares begeistert. Darüber hinaus lieben sie die selbst gemachten Speisen. „Wir bieten das jüdische Traditionsessen an – koschere Pastrami. Ich bin jüdisch und halte mich bei der Zubereitung streng an die Regeln“, erklärt Krebs. Außerdem gibt es leckere Bagel mit Hummus oder Tofu und jüdische Eintöpfe.

Doch wie kommt es zu einer jüdisch-japanischen Küche? „Meine Frau ist Japanerin. Japanisch passt sehr gut zum jüdischen Essen, weil in der traditionellen Küche kein Fleisch, keine Butter und keine Milch vorkommen. Es ist also koscher“, erklärt Krebs. Bei der Frage, warum sie die Kosher Food Lovers ins Leben gerufen haben, ist die Antwort klar: „Um glücklich alt zu werden. Uns macht es viel Spaß, wir unterhalten uns gern mit den Leuten auf den Märkten.“

Kosher Food Lovers bei Facebook

Märkte:

Di: Lindener Marktplatz, 8:00 bis 13:00 Uhr
Do: Lister Meile, 14:00 bis 18:00 Uhr
Fr: Stephansplatz, 8:00 bis 13:00 Uhr

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