enercity positive news verwendet Cookies, um Ihnen die Inhalte und Funktionen der Website bestmöglich darzustellen. Durch die weitere Nutzung der Website akzeptieren Sie den Einsatz von Cookies, wie sie in unserer Datenschutzinformation im Detail ausgeführt sind.
Akzeptieren

Sechs Dinge, die in Hannover erfunden wurden

Uns Norddeutschen wird ja eine gewissen Bescheidenheit nachgesagt – und da ist sogar wirklich was dran. Schließlich ist es nicht allgemein bekannt, dass Hannover bei der Erfindung des Farbfernsehens, der mobilen Achterbahn und sogar des Fliegens eine große Rolle spielte. Hier ein paar Fakten.

Eine hannoversche Erfindung: Der „Kalte Hund“.

Der „Kalte Hund“

Die Geschichte dieses Kuchens ohne Backen: Firma Bahlsen gab in den 1920er-Jahren ein Rezept für einen „Schokoladenkuchen aus Leibniz-Keks“ heraus. In einer Kastenform werden dazu nacheinander die Keks-Schichten ausgelegt und anschließend jeweils mit Kakaocreme bestrichen. Der „Kalte Hund“ war geboren – und erfreut sich noch heute großer Beliebtheit – auch in anderen Ländern.

Rezept „Kalter Hund“

Zutaten:
200 g Vollmilchkuvertüre
200 g festes Kokosfett
3 Eier (Größe M)
150 g Puderzucker
1 Pk. Vanillezucker
Prise Salz
100 g Kakaopulver
4 EL Milch
220 g Butterkekse

Zubereitung:
1. Vollmilchkuvertüre hacken, Kokosfett in Stücke brechen. Beides in einem Topf bei milder Hitze zerlassen, dann leicht abkühlen lassen.
2. Eier, Puderzucker, Vanillezucker und 1 Prise Salz mit den Quirlen des Handrührers fünf Minuten cremig rühren. Kakaopulver und Milch auf langsamer Stufe mit den Quirlen unterrühren.
3. Nach und nach die Kuvertüre-Kokosfett-Mischung unterrühren. Eine Kastenform (25 cm Länge) mit Backpapier auslegen. Den Boden und die Seiten mit etwas Schokoladenmasse bestreichen. Butterkekse und Schokoladenmasse in etwa sieben Lagen in die Form schichten, dabei die Kekse dicht an dicht legen, evtl. in passende Stücke schneiden. Mit einer Schokoladenschicht enden. Kuchen über Nacht kalt stellen.

Das Fliegen

Der in Hannover geborene Flugpionier Karl Jatho baute 1896 seinen ersten Gleitflieger. Am 18. August 1903 gelang ihm der erste Motorflug auf der Vahrenwalder Heide – damit soll er einer der ersten Menschen gewesen sein, die einen motorisierten Flug durchgeführt haben. Seine Fliegerschule und seine Hannoverschen Flugzeugwerke hatten allerdings keinen dauerhaften Erfolg.

Die Schallplatte

Am 4. Mai 1887 bekam der in Hannover geborene Erfinder Emil Berliner für seine Idee ein US-Patent erteilt: Er hatte die Schallplatte erfunden! Der analoge Tonträger für Schall­signale bestand zuerst aus Zink, dann aus Schellack, später aus Polyvinylchlorid. Trotz neuer Aufzeichnungsmethoden liegt die Schallplatte auch heute wieder im Trend.

Der Autoreifen

Bereits 1892 produzierte Continental als erste deutsche Firma einen Fahrradreifen, der im Gegensatz zu den Vorgängern aus Holz, Metall oder Vollgummi mit Luft gefüllt war. Und was sich für Fahrräder gut eignete, konnte auch für Autos nicht so verkehrt sein. So brachte Continental 1904 den Profilreifen für Automobile auf den Markt.

Das Farbfernsehen

Nach Tüfteleien im Telefunken-Grundlagenlabor in Hannover gelang es dem Elektroingenieur Walter Bruch in den 1960er-Jahren, das Schwarz-Weiß-Fernsehen in Farbe zu übertragen. Das „Phase-Alternating-Line“-System (PAL) – ließ er sich patentieren. Am 25. August 1967 ging das Farbfernsehen in Deutschland dann auf Sendung. Und zwar aus Versehen schon einige Sekunden früher – geplant war der Wechsel zum Zeitpunkt des symbolischen Knopfdrucks von Außenminister Willy Brandt.

Die mobile Achterbahn

Die heute bekannten Achterbahnen mit Schienen und Wagen kamen mit der Industri­ali­sierung in der Eisen- und Stahlherstellung Ende des 19. Jahrhunderts auf. Sie boten auf Jahrmärkten die größte Attraktion – mussten jedoch danach wieder abgerissen werden. Da kam dem niedersächsischen Karussellbauer Hugo Haase eine Idee: Er entwickelte 1909 in Hannover die erste transportable Achterbahn. Nach diesem Vorbild werden noch heute mobile Attraktionen gebaut.