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125 Jahre Strom für Hannover

Kraftwerk Herrenhausen – damals und heute

Mehr als Hundert Jahre lang wurde im Kraftwerk Herrenhausen Strom produziert. Nun steuert enercity von dem Standort aus sämtliche Anlagen auf Basis Erneuerbarer Energien – und andere zukunftsweisende Technologien.

Die Schaltzentrale wurde in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre eingerichtet.
Von hier aus wurde ein Großteil Hannovers versorgt.
Die Schaltwärter steuerten den Stromfluss der zugeordneten Stadtbezirke.
Der Oberschaltwärter war für den Netzbetrieb verantwortlich.
Auch der 1957 errichtete Kohleblock A war in die Steuerung integriert.
Die Anlage war auch in den 60er-Jahren noch in Betrieb.
Mehr als 100 Jahre lang wurde im Kraftwerk Herrenhausen Strom produziert.

Die Geschichte des Kraftwerks (KW) Herrenhausen begann 1902 – elf Jahre nachdem die öffentliche Stromversorgung in Hannover startete. Es war mit vier Kesseln und zwei Dampf­dynamos mit einer Leistung von je 1.050 Kilowatt ausgestattet – das erste Groß­kraftwerk der Stadt. Als sich Hannover nach und nach vergrößerte, wuchs auch der Bedarf an Strom. So wurde das KW Herrenhausen 1954 um ein großes Kesselhaus erweitert und verfügte dann mit zwei Hochdruck-Steilrohrkesseln über eine Gesamtleistung von 180 Megawatt.

Zur Verstärkung der Fernwärmeversorgung wurde 1975 in Herrenhausen der sogenannte „Block B“ dazugebaut. Er befindet sich in dem auffälligen zylindrischen Gebäude mit Kamin und erzeugte Strom und Wärme aus Erdgas. 1991 ging in Herrenhausen auch das Wasser­kraftwerk in Betrieb. Auch auf andere Erneuerbare Energien wurde hier schon sehr früh gesetzt: Bereits 1998 wurde die erste Photovoltaikanlage am Standort installiert.

Das Besondere an dem Gaskraftwerk Herrenhausen war die schnelle Verfügbarkeit von Strom, sodass das KW in Spitzenlastzeiten dazugeschaltet werden konnte und enercity keinen teuren Strom einkaufen musste. Außerdem konnte bei hohen Preisen am Markt zusätzlich Strom verkauft werden. Heutzutage machen die Marktbedingungen den Betrieb der Anlage jedoch unwirtschaftlich – daher schaltet enercity die Stromproduktion im März 2016 ab.

enercity hat den Standort Herrenhausen nun zukunftsweisend ausgerichtet: Von hier aus erfolgt der technische Betrieb des Virtuellen Kraftwerks, zu dem insgesamt 51 eigene de­zen­trale Anlagen zusammengeschaltet wurden – darunter Wasser- und Windkraftwerke von enercity sowie biogasbetriebene Blockheizkraftwerke der Contracting-Töchter eCG und Danpower. In diesem Jahr kommen auch neue Projekte hinzu: Ein Batteriespeicher sowie ein Blockheizkraftwerk sollen vom KW Herrenhausen aus gesteuert werden. Außerdem baut enercity den ehemaligen Schweröltank neben dem KW zum Fernwärmespeicher um. Bis zur Heizperiode 2016 soll er betriebsbereit sein. Wesentlicher Vorteil: Wärme ist im Vergleich zu Strom gut speicherbar. Im Fernwärmenetz kann enercity so Schwankungen stunden- bis sogar tageweise ausgleichen und die Versorgungssicherheit erhöhen.

www.enercity.de

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