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Energie-Neuheit

Hilfreiche Stammzellen

Vor elf Jahren hatte sich Carlo Kallen beim Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) registrieren lassen. Jetzt konnte der enercity-Pressesprecher einem Leukämie-Patienten mit seiner Stammzellspende helfen.

Helfer in der Stammzellen-Not: Carlo Kallen von enercity.

Vor elf Jahren hatte sich Carlo Kallen beim Norddeutschen Knochenmark- und Stammzell­spender-Register (NKR) registrieren lassen. Jetzt konnte der enercity-Pressesprecher einem Leukämie-Patienten mit seiner Stammzell­spende helfen.

Zwei kleine Einstiche in die Unterarmvenen – das ist alles, was Carlo Kallen kurz nach der Spende von seinem Aufenthalt in der Medizinischen Hoch­schule Hannover geblieben ist. Dort hatte er sich an zwei Tagen an einen sogenannten Zellseparator anschließen lassen, der die Blutstammzellen aus seinem Blut herausfilterte.

Hormonspritzen an drei Tagen zuvor hatten die Stammzellproduktion angeregt. „Die Stammzellspende funktioniert im Prinzip wie eine längere Blutspende“, erklärt Kallen, „nur dass man dabei nichts verliert, weil man nur die überschüssig produzierten Stammzellen abgibt.“ Ganz anders also als in früheren Zeiten, in denen es üblich war, die Blutstammzellen mit einer Beckenpunktion aus dem Knochenmark zu gewinnen.

Das NKR wirbt um weitere Spender. Denn die Chance, einen genau zu einem Leukämie-Patienten passenden Spender zu finden, beträgt nur 1:100.000. Deshalb ist eine möglichst große Spenderauswahl entscheidend. Der Aufwand lohnt sich: Die Heilungschancen nach einer Spende liegen bei 80 bis 90 Prozent.

Nachgefragt

Was passiert, wenn man sich beim NKR registrieren lässt? Das erklärt Dr. Marlena Robin-Winn, Leiterin der NKR-Geschäftsstelle in Hannover.

Frau Dr. Robin-Winn, wer kommt als Stammzellspender in Frage?
Jeder Erwachsene bis zum Alter von 55 Jahren. Allerdings freuen wir uns besonders über junge Leute, weil sie uns in der Regel länger als Spender erhalten bleiben.

Wie läuft die Registrierung ab?
Sehr einfach. Wenn sich ein Interessent unter www.nkr-mhh.de angemeldet hat, erhält er von uns ein Set für einen Wangenschleimhautabstrich. Aus dem Abstrich, den er uns zurückschickt, können wir seine Gewebemerkmale bestimmen und ihn als potenziellen Spender in unserem Register aufnehmen.

Und dann?
Grundsätzlich liegt die Chance, eines Tages tatsächlich zur Spende eingeladen zu werden, bei nur einem Prozent. Passiert dies und ist der Kandidat immer noch zum Spenden bereit, wird von ihm nochmals eine Gewebetypisierung zur Bestätigung der ersten Typisierung durchgeführt. Danach wird er gründlich untersucht, um sicherzugehen, dass er ganz gesund ist.

Kann es bei der Spende zu Nebenwirkungen kommen?
Eventuell spürt der Spender Knochen- oder Gliederschmerzen, wenn er nach den Hormongaben verstärkt Stammzellen produziert. Die Spende selbst ist für den Teilnehmer unproblematisch, kostet aber etwas Zeit: je vier Stunden an ein bis zwei Tagen. Danach kann der Spender aber direkt nach Hause gehen.

Wie entwickelt sich die Spendenbereitschaft?
Wir haben als eine der größten Dateien Deutschlands 270.000 Spender registriert, weltweit sind es 24 Millionen. Die Spenderzahl nimmt zu, doch längst nicht allen Bedürftigen kann rechtzeitig mit einer Stammzellspende geholfen werden.