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Wie gelingt die Wende, Herr Feist?

Die „Kleine Energierunde“ hat sich in Hannover auf einen Kurs für die Energiewende verständigt. Der enercity-Vorstandsvorsitzende <b>Michael Feist</b> moderierte die Treffen der Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Ein Interview.

Moderator der „Kleinen Energierunde“: der enercity-Vorstandsvorsitzende Michael Feist.

Herr Feist, was hat es mit der „Kleinen Energierunde“ auf sich?

Auf Initiative des Niedersächsischen Ministerpräsi­denten Stephan Weil und Umweltminister Stefan Wenzel haben sich Vertreter aus Energiewirtschaft, Wissenschaft, Politik und Umweltverbänden in Hannover zusammengesetzt, um gemeinsame Vor­schläge zur Umsetzungder Energiewende zu ent­wickeln. Im Oktober hat die „Kleine Energierunde“ ihre energiepolitischen Handlungsempfehlungen im Rahmen des Positionspapiers „Energiewende 2.0“ vorgestellt.

Derzeit stockt die Energiewende. Woran liegt das?

An teils fehlenden, teils widersprüchlichen Zielen. Der Umsetzungspfad ist in vielen Berei­chen unklar und es fehlen belastbare Rahmenbedingungen für den Umbau des Energiever­sor­gungs­­systems und die dazu erforderlichen Investitionen. Bisherige Maßnahmen haben teil­weise zu gegensätzlichen Entwicklungen geführt: Die Stromproduktion aus Kohle wurde gesteigert und damit auch die Belastung durch CO2-Emissionen, während die Umlage für Erneuerbare Energien weiter gestiegen ist.

Was ist jetzt zu tun?

Das Gelingen der Energiewende ist von großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Entscheidend ist, dass die übergeordneten strategischen Ziele Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit in ausgewogenem Maße anvisiert und gleicher­maßen erreicht werden. Viele Bestandskraftwerke erzielen bei den aktuellen Marktpreisen und Erzeugungsmargen allerdings keine hinreichende Deckung der Fixkosten. Dies gilt insbesondere für die flexiblen und emissionsarmen Gas-Kraftwerke. Um auch zukünftig die hohe Sicherheit der Stromversorgung sicherzustellen, müssen aber als Back-up für die Erneuerbaren ausreichende konventionelle Kraftwerkskapazitäten im Markt gehalten werden. Daher ist neben dem heutigen Energy-only-Markt auch ein Markt für gesicherte Leistung erforderlich.

Das Positionspapier „Energiewende 2.0“ finden Sie hier.
enercity ist bei der Energiewende vorn dabei: Bis 2020 will das Unter­nehmen alle Privatkunden mit Strom aus regenerativen Quellen versor­gen. Dazu investiert der regionale Energieversorger in den kommenden Jahren rund 500 Millionen Euro in neue Windkraft- und Biogasanlagen.