enercity positive news verwendet Cookies, um Ihnen die Inhalte und Funktionen der Website bestmöglich darzustellen. Durch die weitere Nutzung der Website akzeptieren Sie den Einsatz von Cookies, wie sie in unserer Datenschutzinformation im Detail ausgeführt sind.
Akzeptieren

Hilfe in der Not

Damit die Flamme nicht ausgeht.
Damit die Flamme nicht ausgeht.

Wie jedes Wirtschaftsunternehmen muss enercity auf Zahlungsausfälle reagieren, um seine An­sprüche zu wahren. In der Regel genügen bereits schriftliche Mahnungen. Doch die helfen nicht immer. Als letztes Mittel bleibt dann nur noch, die Belieferung des Kunden mit Energie und Wasser vorübergehend einzustellen.

Allerdings gibt es auch die Fälle, in denen Kunden in unverschuldeten Notlagen einfach nicht zahlen können. Damit der Lieferstopp nicht die Schwächsten trifft, hat enercity mit Unterstützung der Landeshauptstadt Hannover im April 2011 den enercity-Härtefonds e. V. ins Leben gerufen.

Die Vereinsgründung bekam ihren Impuls aus dem enercity-Arbeitskreis mit verschie­denen Akteuren aus sozialen Organisationen sowie Stadt- und Regionsverwaltung. Finanziert wird der Fonds ausschließlich von enercity. Die Vorstandsarbeit teilen sich der enercity-Personaldirektor Jochen Westerholz und Hannovers Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter.

Der enercity-Härtefonds unterstützt enercity-Privatkunden mit geringem Einkommen, soweit sie sich zur Abwendung oder Aufhebung von Sperrungen nicht selbst helfen können und auch keine entsprechenden Leistungen vom JobCenter oder vom Fachbereich Soziales erhalten. Das Fondsvolumen liegt pro Jahr bei bis zu 150.000 Euro. Damit können rund 300 Härtefälle abgedeckt werden. Im ersten Jahr wurde das Budget nicht voll ausge­schöpft. „Der Härtefonds muss sicherlich noch an Bekanntheit gewinnen“, so Westerholz.

Die Antragstellung läuft über das JobCenter oder den Fachbereich Soziales. Der Verein entscheidet dann anhand eines Kriterienkatalogs, ob eine soziale Härte vorliegt. Das ist zum Beispiel der Fall bei sehr alten oder kranken Kunden, die eine Sperrung besonders stark beeinträchtigen würde. Auch Familien oder Alleinerziehende mit kleinen Kindern können die Förderung erhalten. Fällt die Prüfung positiv aus, überweist der Verein den offenen Forderungsbetrag direkt an enercity.

Mehr zum Thema enercity-Härtefonds auf unserer Website


Jochen Westerholz, Personaldirektor von enercity
Nachgefragt bei ...
Jochen Westerholz,
Personaldirektor von enercity

Herr Westerholz, darf man seinen Kunden den Strom abdrehen?
In der langjährigen Praxis haben wir Sensibilität für Fälle entwickelt, in denen eine Sperrung nicht sofort vorgenommen werden sollte. Das betrifft etwa alte Menschen, Schwerkranke oder Haushalte mit kleinen Kindern. Die meisten anderen Fälle werden jedoch von den sozialen Sicherungssystemen aufgefangen. Nicht jeder, der aufgrund wirtschaftlicher Probleme in Zahlungsschwierigkeiten steckt, ist ein sozialer Härtefall.
Der Arbeitskreis war also gar nicht nötig?
Einige Medienberichte über Sperrungen waren Anlass für uns, die öffentliche Debatte aufzugreifen und den direkten Dialog mit den Akteuren aufzunehmen. Die Gespräche im Arbeitskreis haben sicher ihren Teil zur Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung des Instrumentariums bei enercity beigetragen.
Ist das Problem damit gelöst?
Die Problematik wird uns wohl auch in Zukunft weiter begleiten. In Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt Hannover ist es uns aber gelungen, mit dem sozialen Härtefonds ein vorzeigbares Ergebnis zu liefern. Die enge Zusammenarbeit mit den Sozialbehörden macht auch deutlich, wie tragfähig das soziale Netz hierzulande ist. Und wenn nichts mehr geht, gibt es den Härtefonds.