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Startschuss für die Energiewende

Auf bereits 20 Prozent bewegt sich der Anteil erneuerbarer Energien in Deutschland zu. Trotzdem ist das nur der Startschuss für die große Energiewende:

Heizkraftwerk in Linden
Photovoltaikinstallation
Biogasanlage Ronnenberg
Windkraftanlage Kronsberg

Nach dem Energiefahrplan des EU-Kommissars Günther Oettinger sollen die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um über 80 Prozent gesenkt werden. Die wichtigsten Maßnahmen, um dieses Ziel langfristig zu erreichen: Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien.

Der Vorteil: Die erneuerbaren Energien aus Sonne, Wind und Biomasse machen unabhängig von fossilen Ressourcen wie Stein- und Braunkohle. Darum verstärkt auch enercity hier sein Engagement. Im Rahmen der Klima-Allianz Hannover 2020 entwickelt das Unternehmen Windkraft- und Biogasanlagen und baut das Fernwärmenetz in Hannover aus. Dazu hat enercity das Heizkraftwerk Linden umfassend modernisiert. Mittels umweltschonender und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung werden hier Strom und Wärme gemeinsam erzeugt – und der Stadt rund 200.000 Tonnen CO2 im Jahr eingespart.


Michael G. Feist, Vorstandsvorsitzender enercity
Nachgefragt bei ...
Michael G. Feist,
Vorstandsvorsitzender von enercity

Energiepolitik 2012 in Deutschland – Welche Rolle spielt enercity dabei?
Im Konzert der kommunalen Energieversorger bringen wir uns konstruktiv mit unseren Positionen an allen relevanten Stellen, sowohl über die Politik als auch über die Verbände, ein. Bei der Entwicklung der Gesellschaft zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz haben Energieversorger die Aufgabe, mit ihren Kunden gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln.
Warum haben lokale Energieversorger eine so große Bedeutung?
Die Stadtwerke sind vor Ort und damit nah am Kunden. Sie sind kompetenter Ansprechpartner für alle Energiefragen von Privatkunden und Gewerbebetrieben. Zukunftsfragen der Energieversorgung und der Mobilität werden immer stärker dezentral vor Ort gelöst werden müssen.
Welche Ziele hat sich enercity für 2012 gesetzt?
Wir werden die mit der Unternehmensstrategie K2020 gesetzten Ziele wie den Ausbau der erneuerbaren Energien und das wirtschaftliche Wachstum stringent weiterverfolgen. Aktuell steht im Frühjahr 2012 die Fertigstellung der Gas- und Dampfturbinenanlage im Heizkraftwerk Linden an, die in Sachen Energieeffizienz höchste Maßstäbe erfüllt. Über unser intensives Engagement unter anderem bei Energiedienstleistungen werden wir weiterhin substanzielle Wachstumspotenziale beim Ausbau der Erneuerbaren außerhalb Hannovers erschließen.
Was ist die größte Herausforderung?
Der Ausbau der erneuerbaren Energien wird nach den Erfolgen bei Biomasse mit dem Aufbau von bis heute 30 Biomasseanlagen weiter Fahrt aufnehmen, zum Beispiel im Bereich Onshore-Wind. Daher bleibt es ein in vielen Einzelschritten zu realisierender stufenweiser Prozess. Langfristig gesehen – bis 2020 – wollen wir alle Privatkunden im enercity-Netzgebiet mit unserem UmweltStrom versorgen.
Welche Projekte sind für die Energiewende besonders wichtig?
Inwieweit in den nächsten Jahrzehnten eine regenerative Vollversorgung gelingen mag, hängt vom Fortschritt beim Ausbau der Übertragungsnetze und von der Entwicklung wirtschaftlich einsatzbarer Speichertechnologien ab.
Ist es mit erneuerbaren Energien alleine schon getan?
Nein, wie schon gesagt, ausgebaute Netze und neue Speichermöglichkeiten sind notwendig, da die Erneuerbaren meist nur ungesichert und lokal unterschiedlich zur Verfügung stehen. Insbesondere der Energiebedarf einer zunehmend elektrifizierten „Welt“ in Ballungsgebieten kann nur auf Basis von intelligenten Stadt-Umland-Beziehungen und Vernetzungen bewältigt werden. Je effizienter der Stromeinsatz zukünftig sein wird und je besser es gelingt, die fluktuierende Einspeisung der Erneuerbaren auszuregeln, desto leichter lässt er sich mit den Erneuerbaren decken.
Sind die Hannoveraner gute Stromsparer?
In Deutschland und Hannover gehen die Menschen generell sparsam mit Strom um. Trotzdem sinkt der Stromverbrauch nicht in dem Maße, wie manche Energiesparpläne es vermuten lassen. Dass beim Strom die Energiesparmöglichkeiten geringer sind als im Wärmesektor bei der Gebäudebeheizung, hängt mit der zunehmenden Durchdringung aller Lebensbereiche mit elektrisch betriebenen Geräten, wie zum Beispiel Computern, zusammen. Mit dem enercity-Fonds proKlima bieten wir im enercity-Netzgebiet gezielte Stromsparberatung an, zum Beispiel auch den IT-Servercheck für Gewerbebetriebe.