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Lademeister mit Elektromotor

Unter der Haube des Volkswagen Caddy summt es. Dort, wo normalerweise Kraftstoff gezündet wird, um den Arbeitskolben eines Verbrennungsmotors anzutreiben, dreht sich jetzt eine leise Elektromaschine, absolut leise und ohne Abgase.
Neustart: enercity und Volkswagen Nutzfahrzeuge testen Elektromobile.

Aus dem gewöhnlichen Caddy ist der „blue-e-motion“ geworden – ein Elektroauto, wie es in vielen Modellregionen Deutschlands bereits getestet wird. Im Rahmen eines Flottenversuchs von Volkswagen Nutzfahrzeuge rollen ab sofort drei dieser Autos für enercity durch Hannover, um ihre Alltagstauglichkeit zu beweisen.

Ob auf der Strecke zwischen dem Gasspeicher in Ronnenberg-Empelde, dem Verwaltungssitz von enercity in Ricklingen oder beim Zählermanagement: „Wir werden hier wichtige Erfahrungen machen, zum Beispiel, wie sich der Elektroantrieb und der Akku im Winter verhalten“, sagt dazu Michael G. Feist, Vorstandsvorsitzender von enercity.

An purer Kraft mangelt es dem Caddy blue-e-motion ganz sicher nicht: 85 Kilowatt (115 PS) beschleunigen den Wagen auf eine Höchstgeschwindigkeit von abgeregelten 120 Kilometern pro Stunde. Die Reichweite liegt bei bis zu 110 Kilometern – genug für die erwarteten Kurz- und Pendelstrecken. Das Beste zum Schluss: Die Fahrenergiekosten pro Kilometer betragen nur etwa ein Drittel eines vergleichbaren Verbrennungsmotors.


Dr. Wolfgang Schreiber, Sprecher des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge und Markenvorstand f
Nachgefragt bei ...
Dr. Wolfgang Schreiber, Sprecher des Markenvorstands Volkswagen Nutzfahrzeuge und Markenvorstand für Entwicklung

Herr Dr. Schreiber, warum passen der Caddy und ein Elektromotor
so gut zusammen?
Der Caddy wird vielfach innerstädtisch als Kurier- und Wartungsfahrzeug eingesetzt. Oft bei wiederkehrenden Strecken, die insgesamt nicht mehr als 50 bis 70 Kilometer am Tag ausmachen, und im Stop-&-Go-Modus. Zum Feierabend kehren die Stadtlieferwagen zu den Betriebshöfen zurück. Elektrisch betriebene Caddy blue-e-motion können eine sowohl ökonomische als auch ökologisch sinnvolle Ergänzung des städtischen Liefer- und Dienstleistungsverkehrs sein. Die Stromkosten je Kilometer liegen deutlich unter den vergleichbaren Kraftstoffkosten für Benzin oder Diesel. Und die Caddy blue-e-motion stoßen kein CO2 aus. Das Aufladen geschieht problemlos an der Ladestation über Nacht.
Welche Bedeutung hat enercity als lokaler Stromversorgungspartner?
Der Langzeittest der Caddy blue-e-motion soll nicht nur Erkenntnisse zu technischen Aspekten liefern. Die Zukunft der Elektromobilität hängt besonders von den wirtschaftlichen und infrastrukturellen Weiterentwicklungen ab. enercity ist ebenso wie Volkswagen Nutzfahrzeuge ökologisch orientiert und daran interessiert, zusätzliche Mobilitätsformen zu entwickeln. Wichtig war uns auch, dass die Fahrzeuge mit regenerativ erzeugtem enercity UmweltStrom geladen werden, um den Gedanken der Nachhaltigkeit zu wahren.
Ist eine Serienproduktion des Caddy blue-e-motion denkbar?
Jetzt geht es zuerst einmal darum, Elektromobilität im gewerblichen Bereich zu testen und weiterzuentwickeln. Dazu wird diese Flotte von Caddy blue-e-motion wichtige Ergebnisse liefern. Einer Serienproduktion für den gewerblichen Einsatz stehen derzeit noch zu hohe Materialkosten – speziell die der Batterie – entgegen. Letztlich muss sich der Einsatz der Elektromobilität rechnen. Nicht nur für uns als Hersteller, nicht nur für enercity als Stromerzeuger, sondern in erster Linie für den Kunden, der jeden Tag mit den Fahrzeugen unterwegs ist.